BME-Region Nürnberg - Mittelfranken

Die vierte industrielle Revolution ist Realität. Egal wie die Entwicklungen bezeichnet werden, die durch die Möglichkeiten der Digitalisierung getrieben werden. Die Art, wie Produkte und Dienstleistungen hergestellt und angeboten werden und wie dabei kommuniziert, transportiert oder auch bezahlt wird, wird sich grundlegend verändern. Dass diese Veränderungen alle Unternehmensfunktionen betreffen, ist keineswegs neu. Dem Einkauf als zentrale Schnittstelle zu internen und externen Partnern in der Wertschöpfungskette kommt vor diesem Hintergrund zweifellos eine besondere Rolle zu.

Die Technische Universität Dortmund und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML haben 2016 in Zusammenarbeit mit dem BME eine Studie über die Entwicklung des Einkaufs unter dem Schlagwort Einkauf 4.0 – Digitalisierung des Einkaufs durchgeführt.

Der Abteilungsleiter Einkauf & Finanzen im Supply Chain Management des IML, Herr Dr. Axel T. Schulte, wird persönlich die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchung persönlich vorstellen und mit uns diskutieren.

1.  Der Einkauf schrumpft – der operative Einkauf wird weitgehend autonomisiert.

2.  Die Anforderungen und Erwartungen an den strategischen Einkauf wachsen – und damit die Forderung nach einem erhöhten Wertbeitrag.

3.  Der Einkauf wird in Zukunft vollkommen anders aussehen – es gibt keinen traditionellen Einkäufer mehr.

4.  Persönliche Beziehungen bleiben auch im Einkauf 4.0 von hoher Bedeutung.

5.  Der Einkauf trägt nicht die Gesamtverantwortung für die Umsetzung von Industrie 4.0 – dennoch hat er eine entscheidende Rolle.

6.  Veränderungen beziehen sich auf alle relevanten Dimensionen: Technologien und Systeme, Organisation und Prozesse, Management und Mensch sowie Geschäftsmodelle.

7.  Das Schaffen von Transparenz ist die wichtigste Voraussetzung, um Industrie 4.0 umsetzen zu können.

8.  Big Data und Technologien zur Datenverarbeitung sind Schlüsseltechnologien der Digitalisierung und vor allem im Zusammenhang mit der Vernetzung entscheidend.

9.  Der Einkauf muss seine eigenen Strukturen und Prozesse an die Digitalisierung anpassen.

10.  Der Einkauf muss ein z.T. verändertes, zunehmend digitalisiertes Beschaffungsportfolio managen.

11.  Die vertikale und horizontale Vernetzung (durch Technologien) ermöglicht den Wandel von der Funktionssicht zur Prozesssicht – die Digitalisierung des Einkaufs und des gesamten Beschaffungsportfolios sind erst dadurch uneingeschränkt möglich.

12.  Der Einkauf ist Treiber der horizontalen Vernetzung.


DIE STUDIE FINDEN SIE HIER

https://www.bme.de/fileadmin/_horusdam/4190-Vorstudie_Einkauf_40.pdf


REFERENT                                                                                                         ANFAHRT

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